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Prof. Declan Kennedy
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Heilung auf Hydra

Eva Mattes erzählt, wie Declan ihre Selbstheilungskräfte aktivierte

Auf Hydra begann der Heilungsweg

Es war im Frühjahr oder Sommer 1985, als ich Declan kennen lernte. Ich hatte eine Freundin, die auf Hydra lebt, und ich wollte in dem Jahr auch mit meiner Tochter und einigen Bekannten dort hin. Diese Freundin wusste, dass Declan und Margrit Kennedy ein Haus auf Hydra haben und es auch vermieten. Damals waren Kennedys ja noch in Berlin; ich rief Declan also an. Ihm war es wichtig, die Menschen, die das Haus mieteten, persönlich kennen zu lernen. Also verabredeten wir einen Besuch. Wir unterhielten uns nur etwa eine halbe Stunde, vor allem über Organisatorisches zum Haus. Ich mietete es, und wir verbrachten unsere ersten vier wunderbaren Wochen auf Hydra. Ab dann fuhr ich immer wieder hin. Kennedys habe ich allerdings dort nie getroffen.
Es muss ungefähr zehn Jahre danach gewesen sein - ich glaube, 1995 - als wir im September wieder einmal auf Hydra waren und eine Bootstour organisierten. Das kommt dort öfter vor: Irgendwer nimmt's in die Hand, lädt die Leute ein, die sich mögen und gerne zusammen sind; jeder bringt etwas mit für's Picnic, wir sind den ganzen Tag mit dem Boot unterwegs, schippern um die Insel, ankern in Buchten zum Baden... das ist immer schön. Diesmal jedenfalls waren Kennedys auch dabei.
Mein Mann Wolfgang tauchte damals gerne, auch recht tief; holte mir Seeigel und Muscheln hoch. In einer der Buchten, wo wir auf dieser Tour rasteten, hatte er das auch wieder ausgiebig getan. Als wir uns dann zum Picnic am Ufer sammelten, bekam er plötzlich einen starken Migräneanfall. Declan, der auf dem Boot im Schatten geblieben war, bekam das mit und rief herüber: „Ich kann dir vielleicht helfen."
Wolfgang legte sich auf das Bootsdeck; Declan setzte sich hinter ihn und gab ihm eine Heilung, wie er es nannte. Ich habe das von einem Felsen am Ufer aus beobachtet. Es ging etwa eine halbe Stunde, dann ging es Wolfgang deutlich besser. Ich hatte nicht erkennen können, dass Declan irgendetwas Spektakuläres tat; er legte nur ab und zu eine Hand auf. Eine Art Reiki vielleicht, vermutete ich damals. „Das ist ja toll", dachte ich - würde bei mir aber bestimmt nicht funktionieren...
Abends in der Taverne sprachen wir darüber. Declan sagte: „Ja, manchmal gelingt es mir, Menschen den Schmerz zu nehmen."
Zu der Zeit war mein Knie sehr kaputt, und ich hatte starke Schmerzen. Hydra ist ja in Treppen gebaut, und man muss viel bergauf und bergab laufen; das fiel mir mit dem Knie schon ziemlich schwer. Ich erzählte ihm an diesem Abend davon, und er lud mich ein: „Komm am Sonntag zu uns, und ich gebe dir eine Heilung."
Wolfgang und ich machten uns also auf den Weg zu dem Haus, das Kennedys damals gemietet hatten. Es lag ziemlich weit außerhalb, und ich kam nach diesem langen Fußmarsch mit deutlichen Schmerzen im Knie dort an.
Ich legte mich hin, und Declan gab mir eine Stunde lang eine Heilung.
Was dann kam, hat mich sehr berührt. Er legte mir die Hände auf, und als er mir die Füße massierte, fing ich an zu weinen. Ich hatte einen Freund gehabt, der mir immer die Füße massierte. Er war gestorben. Declan sagte: „Vielleicht hast du noch nicht genug um ihn geweint." Alles, was er sagte, berührte mich tief. Es war eine solche Nähe da - das hab ich kaum bei einem anderen Menschen erlebt. In seinen Augen sah ich die Weisheit des Heilers und die Wärme eines wahren Menschen - „Reine Liebe" war der Begriff, der mir in diesem Moment das erste Mal überhaupt in den Sinn gekommen ist. Tiefe, reine Liebe. Die Schmerzen in meinem Knie waren sofort weg. Ich konnte regelrecht springen über die Steine auf dem Heimweg.
Das hielt ein halbes Jahr. Als ich ihm das später erzählte, sagte er: „Seit dieser Erfahrung mit der Heilung deines Knies glaube ich selbst daran, dass ich diese Fähigkeiten habe."
Zurück in Berlin, als ich fast täglich die Erleichterung in meinem Knie spürte, begann ich nachzudenken: Wenn Declan das kann, dann muss es doch diese Kräfte tatsächlich geben. Heilung, Selbstheilung... und vielleicht habe ich sie ja auch. Es muss doch zu machen sein, dass man sich selbst heilt, dass man diese Kräfte in sich aktivieren kann. Ich begab mich auf die Suche, zunächst innerlich. Irgendwann erzählte mir eine Journalistin von einer Heilpraktikerin, die über Fußreflexzonenmassage heilt und dabei Meditation anbietet. Mit Meditation wollte ich dann auch beginnen. Und alles wegen Declan!

Seit 2000 meditiere ich also jetzt und besuche Selbstheilungsseminare. Ich bin potentielle Anwärterin auf ein künstliches Kniegelenk, und eine solche Operation möchte ich möglichst lange hinauszögern. Wenn ich nicht so ausgelastet wäre in meinem Beruf - was natürlich auch schön ist! - würde ich mich um diese Ebene mehr kümmern.

Heilung aus der Ferne

Ich hatte eigentlich selten direkten Kontakt zu Declan, aber er war immer da, wenn ich ihn brauchte.
2004 zum Beispiel: Ich war im Urlaub in der Türkei. Zwei Tage vor der Rückreise hatte ich einen schweren Bandscheibenvorfall. Die Schmerzen waren absolut unerträglich; ich konnte mich nicht mehr bewegen.
Das erste, was mir in dieser Situation einfiel, war Declan. Jahrelang hatte ich keinen Kontakt zu ihm gehabt; jetzt - morgens um acht! - rief ich ihn an, und es hatte kaum zweimal geklingelt, da war er am Telefon.
Ich sagte: „Declan, ich habe eine Nervenentzündung!", und er fragte zurück: „Was geht dir denn so auf die Nerven?" Da musste ich gleich lachen. Was mir auf die Nerven ging, war klar:
Ich wollte eigentlich bleiben, mich weiter erholen, nicht zurück in den Alltagsstress. Wir haben in diesem Telefonat einfach ganz viel gelacht, und zum Schluss sagte er, er werde aus der Ferne etwas für mich tun. Nachmittags um vier waren die Schmerzen weg. Ich konnte die restlichen zwei Tage voll genießen, und es hielt, bis ich zurück in Berlin war.
Dort ging ich gleich zum Arzt: Ich hatte tatsächlich einen Bandscheibenvorfall über drei Wirbel, also wahrlich keine Kleinigkeit.
Danach hat Declan noch einen lieben Freund bei mehreren schweren Herz-Operationen unterstützt, so dass er sie gut überstanden hat. Der Krebs war zwar nicht mehr aufzuhalten, aber Declan hat ihn in dieser schweren Phase wunderbar begleitet.
 
Das ist Declan - ein heilsamer Mensch

Es gab diese wenigen tiefgreifenden Berührungen. Aber er ist immer da, auch wenn wir keinen Alltagskontakt haben. Ich bin da scheu, würde ihn nicht mal eben so zum Plaudern anrufen. Er ist ein Heiler für mich. Und damit ich um seine Heilkraft bitte, muss es mir schon sehr schlecht gehen. Das war bisher zweimal der Fall. Ich bin voller Respekt und würde seine Kunst nicht missbrauchen.
Dabei ist er selbst höchst bescheiden. Als ich ihn einmal aus Filmaufnahmen heraus anrief und er mir wieder direkt helfen konnte, sagte er auf meinen Dank hin: „Ich heile dich nicht - ich bin nur der Anlass, oder die Erinnerung."
Ich spüre bei ihm eine ganz große Güte. Er ist jemand, der die Welt umarmt - und alle Menschen, die darin leben. Er tut ja auch sehr viel, um diese Welt zu erhalten und besser zu machen. Auf eine unkitschige, praktische Weise. Das strahlt er aus - aus jeder Pore. Das hat so eine große Wärme, weil es so wahrhaftig ist.
Das ist Declan.

Eva Mattes
Schauspielerin, Berlin

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